THRASH-DEATH-GEWITTER
East meets West: Wenn die nimmermüden Bay-Area-Thrasher Testament und die wegweisenden Florida-Death-Pioniere Obituary im Z7 für eine Co-Headliner-Show aufeinandertreffen, wird ein gehöriges Soundgewitter unseren Rocktempel erschüttern. Nehmen wir noch die deutschen Thrash-Legenden Destruction und als Opener die brasilianischen Thrash-Amazonen Nervosa dazu und das Killer-Package ist perfekt.
Im Sommer 2025 gibt’s von Testament wieder mal was Neues auf die Ohren. Frontmann Chuck Billy verriet Ende 2024 in einem Interview zum kommenden Album: „Ich denke, wir bleiben grundsätzlich dem typischen Testament-Sound treu. Es gibt zwar einige sehr brutale Lyrics und vermehrt Death-Vocals, aber dazwischen habe ich immer wieder mal melodische Hooklines eingefügt. Es ist auf jeden Fall immer noch unser klassischer Sound. Wenn man es sich anhört, wird man sagen: Das ist Testament, aber mit etwas mehr Oktan.“ Vor 42 Jahren unter dem Namen Legacy gegründet und seit 1986 als Testament unterwegs sind die Bay-Area-Legenden nach wie vor ein Garant für höchst unterhaltsame Live-Shows und gehaltvolle Veröffentlichungen. In den letzten Jahren haben die Thrasher aus Berkeley noch einmal richtig aufgedreht und mit „Dark Roots Of The Earth“ (2012) sowie „Brotherhood Of The Snake“ (2016) fantastische Platten releast. Wieder vier Jahre später haben sie mit „Titans Of Creation“ genau dort weitergemacht und ein Album veröffentlicht, das den klassischen Bandsound der 80er reibungslos mit modernem Metal vereint. Einmal mehr gelang den Thrashern dabei die nahezu perfekte Symbiose aus allem, was ihren Sound seit jeher ausmacht und dem perfekten Mass an Experimentierfreude. Ein Grund für die Langlebigkeit von Testament ist sicherlich der Umstand, dass die Band es über die Jahrzehnte immer wieder verstand, ihren Sound intelligent weiterzuentwickeln und sich dabei doch stets treu zu bleiben. Chuck Billy: „Wir müssen keinen hippen Trends hinterherlaufen. Ich höre ständig von den Fans: Danke, dass ihr euch über all die Zeit treu geblieben seid. Und so wollen wir es auch weiterhin beibehalten.“
Obituary: 1984 als Executioner gestartet, sind Obituary zweifellos eine der einflussreichsten Bands des Florida Death Metal. Und sie werden immer besser: Mit ihrem letzten Output „Dying Of Everything“ (2023) haben Obituary erstmals die Top 10 in Deutschland und der Schweiz geknackt und eindrücklich bewiesen, dass mit ihnen in Sachen Songwriting nach wie vor zu rechnen ist. „Dying Of Everything“ steht in der Tradition der frühen Obituary-Klassiker „Slowly We Rot“ und „Cause Of Death“, ohne dabei den mörderischen Studio-Sound zu vernachlässigen, den die Band seit dem monströsen „Xecutioner’s Return“ von 2007 im eigenen Studio perfektioniert hat. Das Ergebnis kann man unter anderem auf der Leadsingle „The Wrong Time“ hören, die mit einem knallharten Mid-Tempo-Groove aufwartet. Der Titeltrack glänzt mit druckvollen Riffs und dem Songwriting von Ken Andrews. Die dritte Single des Albums, „My Will To Live“, ist der totale Brecher. Track für Track festigen Obituary ihr Vermächtnis als Death-Metal-Institution und liefern einige der härtesten Riffs ihrer Karriere ab. Wie so ziemlich jedes Album in Obituarys umfangreichem Katalog bleibt auch „Dying Of Everything“ sofort im Gedächtnis haften; eine Fähigkeit, die Obituary im Laufe der Jahre noch verbessert haben. Es ist ungewöhnlich, dass eine Band, die seit den 1980er Jahren existiert, ihre beste Arbeit in den 2020er Jahren macht, aber genau das haben Obituary durch ihre Do-it-yourself-Einstellung und unermüdliches Touren auf der ganzen Welt erreicht.
Destruction: Seit über 40 Jahren stehen Destruction wie kaum eine andere Band für kompromisslosen, deutschen Thrash Metal. Als Teil der legendären Big Teutonic Four zählen die Pioniere aus Weil am Rhein zu den einflussreichsten Grössen des Genres – und sie sind auch 2025 nicht zu bremsen! Mit ihrem neuen Album „Birth Of Malice“ liefern Schmier & Co. ein wütendes Manifest voller gnadenloser Riffs, treibender Grooves und wütender Gesellschaftskritik. Songs wie „Destruction“, „Scumbag Human Race“ oder „Cyber Warfare“ vereinen klassischen Old-School-Thrash mit moderner Produktion und frischer Energie – direkt aus der Hölle, aber verdammt auf den Punkt.
Auf der Bühne wird dieses Biest zum Leben erweckt: rohe Energie, messerscharfe Gitarren, Nackenschmerzen garantiert. Wer Destruction schon live erlebt hat, weiss, was kommt – und was danach von unserer Halle übrig bleibt.
Nervosa: Nervosa wurde 2010 von Prika Amaral gegründet und steht seitdem für kompromisslosen Thrash Metal mit klassischen Einflüssen. Nach ersten Erfolgen sicherten sie sich 2012 einen Deal mit Napalm Records und veröffentlichten 2014 ihr Debüt Victim of Yourself. Es folgten die Alben Agony (2016) und Downfall of Mankind (2018), begleitet von weltweiten Tourneen und Auftritten bei Festivals wie Rock in Rio. Nach Besetzungswechseln erschien 2021 das Erfolgsalbum Perpetual Chaos. 2023 brachte frischen Wind: mit neuer Gitarristin Helena Kotina und Prika als Frontfrau wurde Seed Of Death veröffentlicht. Das neue Album Jailbreak erschien 2023 und markiert einen weiteren Höhepunkt der Bandkarriere.
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