Ásgeir
Mit seinem ersten Album „Dýrð í dauðaþögn“ (2012) wurde Ásgeir Trausti in seiner Heimat Island mit Vierfachplatin ausgezeichnet und sahnte gleich in vier Kategorien bei den Icelandic Music Awards ab. Das Album erschien zwei Jahre später in englischer Version „Silence“ und stiess bis auf Platz 40 der UK Charts vor. Mittlerweile zählt der Singer-Songwriter zu den erfolgreichsten Exporteuren isländischer Klangkunst. Die Zeit seit dem Release des rekorverdächtigen Debüts und und heute hat der Musiker damit verbracht, die Grenzen seines wohlstrukturierten, nachdenklichen Folk-Pop stetig zu erweitern. Der letzte Release „Time On My Hands" zeigt Ásgeir in einem Zustand der Selbstreflexion und des Experimentierens, nachdem er lange Zeit in seinem Haus und im Studio verbracht hat, um zu schreiben, aufzunehmen und zu produzieren. Auf diesem Album ist er in neue kompositorische Gefilde vorgedrungen und hat Akustik mit Elektronik und Blechbläsern sensibel überlagert. Wie bei einigen seiner früheren Werke, vor allem bei „Afterglow“ (2017) und „Bury The Moon“ (2020), spielt Ásgeir mit euphorischen und chorischen Elementen der elektronischen Popmusik, ohne dabei den introspektiven, von der Stimme geleiteten Stil der Akustikmusik zu vernachlässigen, der ihn berühmt gemacht hat. Das ganze Album fordert uns auf, uns selbst zu erlauben, über Grenzen zu gleiten, sowohl die physischen als auch die, die wir uns selbst auferlegen, und die zwischen Realität und Fantasie. Es geht um Freiheit, Abenteuerlust und das Fliegen, um der Isolation zu entkommen, aber auch darum, die Naturwunder zu schätzen, die uns täglich umgeben.
Bandinfos